Und wie viel Kontrolle haben wir eigentlich darüber?
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Du packst das!
Schauen wir uns wieder einmal die Sonne an
Ja, ich liebe sie sehr!
Die Sonne ist viel älter, größer und mächtiger als du es bist und sie hat ihren ganz eigenen Rhythmus (der sich übrigens langsamer dreht als der der Erde, aber ihre Oberfläche bewegt sich trotzdem schneller).
Nun, für uns scheint es, dass die Sonne jeden Morgen aufgeht und jeden Abend untergeht, richtig?
Eigentlich kommt und geht die Sonne aber, weil auch wir uns drehen!
Klingt komisch?
Du denkst, du hast keinen natürlichen Rhythmus, dem du folgst?
Und was, wenn ich sage, dass wir durch die Forschung an Lebewesen auf diesem Planeten herausgefunden haben, dass:
"Die meisten Tiere, Pflanzen, sogar Pilze einem natürlichen Rhythmus folgen und es, nur ein paar wenige Mikroben und Tiefseeorganismen gibt, die keinem typischen Rhythmus folgen."
Bis zum heutigen Tag haben wir Menschen viele Dinge erforscht, indem wir uns selbst, andere Lebewesen und die Welt um uns herum beobachtet haben. Wir haben verstanden, dass fast alle Lebewesen einen inneren biologischen Rhythmus haben und dass die Art und Weise, wie die Menschen 'sich drehen ’ durch eine Wechselwirkungen zwischen unserem Gehirn, unserer inneren Biologie und der Umwelt, in der wir uns befinden, ist.
Also, es ist wichitg zu verstehen:
Der Rhythmus, dem wir (alle) folgen, ist so alt, wie wir als Spezies sind und wird primär koordiniert durch: Sternenlicht! Nicht durch irgendein Sternenlicht, es wird gelenkt von (meiner Meinung nach dem coolsten Stern da draußen): Unserer Sonne! **








“Lasst uns beginnen, Licht zu verstehen und wie wir es zu unseren Vorteilen nutzen können!“
Dafür betrachten wir erstmal diesen INNEREN Rhythmus:
Der Rhythmus in uns, wird von einer Uhr gesteuert und diese Uhr, befindet sich in deinem Gehirn. Wissenschaftler sagen auch: Der suprachiasmatische Nucleus (SCN), der sich in deinem Hypothalamus befindet.
Aber wir sagen: „zirkadianer Rhythmus ’ und"Zirkadiane Uhr".
Benannt nach dem Lateinisch „circa" = „around", und"dias" = „Tag"Es ist also der 24-Stunden-Rhythmus.
Die Anwesenheit oder Abwesenheit von Licht...
...ist das Hauptsignal für diese Innere zirkadiane Uhr2. Aufgrund dieser Uhr weiß dein Gehirn, wieviel Uhr es ist. 3. Dieser Prozess geschieht durch deine Augen. (Mehr dazu bald, in einem späteren Post!)
Vorerst, in Kürze:
Es gibt Photorezeptoren in deinen Augen, die NICHT für das Sehen verantwortlich sind, sondern: das Licht in der Atmosphäre lesen und es an dein Gehirn weitergeben.
Versuch es vielleicht wie in einem Wetterbericht zu sehen:

Nehmen wir an, du versuchst jetzt, dein System zu täuschen / du folgst also einfach nicht der Art und Weise, wie dein Körper entworfen wurde. Also quasi, als würdest du das Haus ohne Jacke verlassen, obwohl der Wetterreporter gesagt hat, dass es wirklich regnerisch ist. Oder keinen Hut tragen bei starkem Sonnenschein!
Nimm einfach eine der folgenden Situationen:
- Du schläfst nachts nicht.
- Du setzt dich Licht aus, wenn es draußen Dunkel ist.
- Du verpasst, während den Sonnenstunden mit Licht in Berührung zu kommen.
Wenn sich dein innerer Rhythmus nicht gut 'dreht', können Vorgänge in deinem inneren System (Mh, wie soll ich das sagen?) …völlig den Bach runtergehen!
Das Wichtigste, von hier mitzunehmen ist einfach, dass:
Wir durch unser Verhalten in der Lage sind unser inneres System entweder zu sabotieren oder es zu unterstützen, zu schützen und zu stärken.
Mein Ratschlag? "Starte deinen Tag am Morgen an und beende ihn am Abend"
Mehr über: 'Wie sich der zirkadianen Rhythmus kontrollieren lässt und welche Systeme er beeinflusst', Bald in einem neuen Beitrag!
Hier eine kurzer Überblick :
„Systeme, die mit deiner inneren zirkadianen Uhr im Zusammenhang stehen oder beeinflusst werden."
-Affektive Neurowissenschaften
-Mesokortikolimbisches dopaminerges System
-Endokrines System
-Herz-Kreislauf-Physiologie
-Stoffwechsel
- Immunsystem
-Zelluläre Homöostase
-Muskel-Skelett-Physiologie
-Gastrointestinale Physiologie
-Sensorische Neurophysiologie
-Thermoregulatorische Physiologie
-Renale Homöostase
-Reproduktionsendokrinologie
-Periphere zirkadianische Oszillatoren
Keine Sorge, ich werde mein Bestes geben, um all das auf möglichst einfache und kurze Weise zu erklären...
xo, W.
Kleines Bonus-Wissen:
RHYTMEN
Der zirkadiane Rhythmus ist nicht der einzige Rhythmus, den wir definiert haben, sondern wir haben uns entschieden, 4 verschiedene Rhythmen zu kategorisieren.
Ultradianer Rhythmus: Biologische Zyklen kürzer als 24 Stunden. Reguliert: Schlaf (REM und Nicht-REM), Atmung, Herzfrequenz, Hunger und Wachsamkeit.
Zirkadianer Rhythmus: Biologische Zyklen, innerhalb von ~ 24-Stunden, also Ereignissen, die einmal alle 24 Stunden auftreten. Reguliert: Hormonausschüttungen (Cortisol und Melatonin), Schlaf-Wach-Rhythmus, Stoffwechsel und Temperatur.
Infradianer Rhythmus: Biologische Zyklen, die länger als 24 Stunden dauern, aber immer noch viele Male innerhalb eines Jahres. Reguliert: Menstruationszyklen und saisonale Veränderungen auf Physiologie und Verhalten.
Jährlicher Rhythmus: Biologischer Zyklus, der sich einmal im Jahr wiederholt. Reguliert: Saisonale Migration oder Brutmuster bei Tieren, blühen bei Pflanzen und Stimmungsschwankungen beim Menschen.
Auch wenn sie alle für sich stehen, beeinflussen sie sich doch gegenseitig und wirken zusammen. Denk daran, alles hat seinen eigenen Rhythmus und funktioniert auch als Ganzes.
Quellenangaben:
(01) Bloch, G., Barnes, B. M., Gerkema, M. P., & Helm, B. (2013). Tieraktivität rund um die Uhr ohne offensichtliche circadiane Rhythmen: Muster, Mechanismen und adaptiver Wert. Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences, 280(1765), 20130019. https://doi.org/10.1098/rspb.2013.0019 PMC
(2) Czeisler, C. A., & Gooley, J. J. (2007). Schlaf und circadiane Rhythmen beim Menschen. Cold Spring Harbor Symposia on Quantitative Biology, 72, 579–597.
(3) Moore, R. Y. (1997). Circadian Rhythmen: Grundlegende Neurobiologie und klinische Anwendungen. Jährliche Überprüfung der Medizin, 48, 253-266.
(4) Hattar, S., Lucas, R. J., Mrosovsky, N., et al. (2003). Melanopsin and rod–cone photoreceptive systems… Nature, 424, 76–81.https://doi.org/10.1038/nature01761
(5) Bedrosian, T. A., & Nelson, R. J. (2017). Timing of light exposure affects mood and brain circuits. Translational Psychiatry, 7, e1017.
(6) Scheer, F. A. J. L., Hilton, M. F., Mantzoros, C. S., & Shea, S. A. (2009). Adverse metabolic and cardiovascular consequences of circadian misalignment. PNAS, 106(11), 4453–4458.
(07) Mistlberger, R. E., & Skene, D. J. (2004). Social influences on mammalian circadian rhythms. Biological Reviews, 79(3), 533–556.

